Globart Academy

Laboratory

Abschied vom Erfolg (Fest der Folgenlosigkeit, 1. Tafelrunde)

mit Friedrich von Borries, Jakob Brossmann

Freitag, 11 Oktober 2019

Beginn:

Ende:

Die kapitalistische Gesellschaft basiert auf Folgenhaftigkeit, lebt vom „Erfolg“. Wie sähe ein Leben aus, in dem wir auf Erfolg verzichten – und welchen Preis müssen wir dafür zahlen? Die fiktive Geschichte erzählt von einem Liebespaar, einem Aussteiger und einer erfolgreichen Werberin. Er lebt in einer Hütte im Wald, sie versucht, ihren CO2-Verbrauch durch Baumpflanzungen zu kompensieren. Fast scheint es, als könnten sie die Widersprüche unserer Ökonomie überwinden – bis ihr Idyll, der Wald, der ihre Sünden speichert, in Flammen aufgeht. 

Mit Christa Müller (Anstiftung), Jörg Petzold (Haus Bartleby), Jan Groos (Future Histories),

Es kocht: Tobias Judmaier - Iss mich

Weinbegleitung: Christoph Daignière-Koller & Mathilde Daignière /NORD UND SUD

Fest der Folgenlosigkeit

In vier festlichen Gastmählern diskutieren die Gäste von GlobArt, ob wir in Zukunft „folgenlos“ leben wollen – und können.  

Alle Welt redet von Nachhaltigkeit. Aber ist „Nachhaltigkeit“ wirklich das richtige Gedankenmodell? Friedrich von Borries stellt vor dem Hintergrund der Erfolglosigkeit der Nachhaltigkeitsdebatten der letzten 40 Jahre die Frage, ob die Suche nach „Folgenlosigkeit“ ein sinnvolleres Handlungsparadigma sein könnte.

Dazu sammelt er echte und fiktive Geschichten von Menschen, die versuchen, ein möglichst folgenloses Leben zu führen. Im Rahmen von GlobArt stellt er anhand fiktionaler Geschichten mögliche Handlungsmodelle vor. Beim Festessen mit 10-20 Gästen werden diese Handlungsmodelle gemeinsamen diskutiert, ergänzt und erweitert. Beobachtet und belauscht durch die BesucherInnen der Akademie wird das intime Setting des Festmahls zu einem neuartigen Forum für einen neuen Ansatz im ökologischen Diskurs.

Die Diskussionen werden von dem Filmemacher Jakob Brossmann dokumentiert und fließen in das derzeit entstehende, genreübergreifende Kunstprojekt „Archiv der Folgenlosigkeit“ ein. Das Archiv besteht aus Film, Ausstellung und Roman.