Globart Academy

Laboratory

Freiheit oder Instrumentalisierung? (Fest der Folgenlosigkeit, 2. Tafelrunde)

mit Friedrich von Borries, Jakob Brossmann, Martin Hablesreiter, Sonja Stummerer

Samstag, 12 Oktober 2019

Beginn:

Ende:

Kunst ist frei - und darf deshalb auch folgenlos bleiben. Wie geht Kunst mit den zunehmenden Instrumentalisierungsanforderungen um? Die fiktive Geschichte stellt einen Kurator vor, der vor einer wichtigen Lebensentscheidung steht. Ihm wird angeboten, im Auftrag eines großen Industriekonzerns ein „Museum für ökologische Kunst“ einzurichten. Was ist stärker: der Versuch der Instrumentalisierung, das „Greenwashing“ oder die der Kunst eigenen Freiheit, über gesellschaftliche Probleme und Herausforderung auf ganz eigene Art nachzudenken? 

Mit Tim Voss (Kunsthaus Wien), Wolfgang Zinggl (Kulturwissenschafter, Künstler), Rosmarie Lukasser (Künstlerin), Marianne Dobner (Kuratorin mumok)

Es kochen: Sonja Stummerer und Martin Hablesreiter (Honey & Bunny)

Weinbegleitung: Weingut Bründlmayer, Willi und Edwige Bründlmayer

Fest der Folgenlosigkeit

In vier festlichen Gastmählern diskutieren die Gäste von GlobArt, ob wir in Zukunft „folgenlos“ leben wollen – und können.  

Alle Welt redet von Nachhaltigkeit. Aber ist „Nachhaltigkeit“ wirklich das richtige Gedankenmodell? Friedrich von Borries stellt vor dem Hintergrund der Erfolglosigkeit der Nachhaltigkeitsdebatten der letzten 40 Jahre die Frage, ob die Suche nach „Folgenlosigkeit“ ein sinnvolleres Handlungsparadigma sein könnte.

Dazu sammelt er echte und fiktive Geschichten von Menschen, die versuchen, ein möglichst folgenloses Leben zu führen. Im Rahmen von GlobArt stellt er anhand fiktionaler Geschichten mögliche Handlungsmodelle vor. Beim Festessen mit 10-20 Gästen werden diese Handlungsmodelle gemeinsamen diskutiert, ergänzt und erweitert. Beobachtet und belauscht durch die BesucherInnen der Akademie wird das intime Setting des Festmahls zu einem neuartigen Forum für einen neuen Ansatz im ökologischen Diskurs.

Die Diskussionen werden von dem Filmemacher Jakob Brossmann dokumentiert und fließen in das derzeit entstehende, genreübergreifende Kunstprojekt „Archiv der Folgenlosigkeit“ ein. Das Archiv besteht aus Film, Ausstellung und Roman.