Globart Academy

Laboratory

Radikale Entsagung als Lebenshaltung (Fest der Folgenlosigkeit, 4. Tafelrunde)

mit Friedrich von Borries, Jakob Brossmann, Steffi Parlow , William Knaack

Freitag, 18 Oktober 2019

Beginn:

Ende:

Verzicht fällt schwer. Aber ohne Verzicht wird es keine nachhaltige Zukunft geben. Wie sieht eine Kultur des Verzichts aus - und wo liegt die Grenze der Entsagung?

Die fiktive Geschichte erzählt von einer Frau, die eine neue Bewegung der Gebärverweigerinnen gründen will, aber versehentlich schwanger wird. 

Mit Claudia Langer (Generationen-Stiftung), Jakob Lena Knebl (Künstlerin), Eva Horn (Literaturwissenschaftlerin, Uni Wien), Christoph Wonneberger (evangel. Theologe), Verena Brunschweiger (Autorin)   

Es kocht: Steffi Parlow, William Knaack

Weinbegleitung: Leopold J. und S. Kerbl, Winzer, Weingut Kerbl

Fest der Folgenlosigkeit

In vier festlichen Gastmählern diskutieren die Gäste von GlobArt, ob wir in Zukunft „folgenlos“ leben wollen – und können.  

Alle Welt redet von Nachhaltigkeit. Aber ist „Nachhaltigkeit“ wirklich das richtige Gedankenmodell? Friedrich von Borries stellt vor dem Hintergrund der Erfolglosigkeit der Nachhaltigkeitsdebatten der letzten 40 Jahre die Frage, ob die Suche nach „Folgenlosigkeit“ ein sinnvolleres Handlungsparadigma sein könnte.

Dazu sammelt er echte und fiktive Geschichten von Menschen, die versuchen, ein möglichst folgenloses Leben zu führen. Im Rahmen von GlobArt stellt er anhand fiktionaler Geschichten mögliche Handlungsmodelle vor. Beim Festessen mit 10-20 Gästen werden diese Handlungsmodelle gemeinsamen diskutiert, ergänzt und erweitert. Beobachtet und belauscht durch die BesucherInnen der Akademie wird das intime Setting des Festmahls zu einem neuartigen Forum für einen neuen Ansatz im ökologischen Diskurs.

Die Diskussionen werden von dem Filmemacher Jakob Brossmann dokumentiert und fließen in das derzeit entstehende, genreübergreifende Kunstprojekt „Archiv der Folgenlosigkeit“ ein. Das Archiv besteht aus Film, Ausstellung und Roman.