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Haus Bartleby

Haus Bartleby

"Denn nicht für die Arbeit lebt der Mensch, sondern für alles andere"

Das Haus Bartleby – Zentrum für Karriereverweigerung gründete sich 2014 als Kreis von Autorinnen, Wissenschaftlern, Künstlern, Journalisten, Theatermachern, Studenten und Arbeitern in Berlin-Neukölln. Seither entstanden mehrere Bücher, Aktionen, Interventionen, Theateraufführungen und verdeckte Coups.

Alix Faßmann:

„Ich streike, wenn der Anzeigenkunde zum Chefredakteur wird.“

Arbeiterkind, Journalistin, Autorin und Aktivistin. Auf die Idee mit der Karriereverweigerung brachte sie ihr Job bei einer deutschen Volkspartei. Für so viel Unsinn auch noch ein dickes Gehalt zu kassieren, war nicht mehr zu ertragen. Sie kündigte, fuhr weg und gründete nach ihrer Rückkehr in Berlin komplett pleite mit Anselm Lenz das Haus Bartleby. Und obwohl Sie jetzt niemand dafür bezahlt, sagt sie: „Das ist das Lukrativste, was ich jemals gemacht habe.“ 2014 erschien ihr Buch Arbeit ist nicht unser Leben – Anleitung zur Karriereverweigerung.

Anselm Lenz:

„Ich streike im Kampf!«“

war Marinesoldat (Fähnrich zur See), studierte Kulturwissenschaft, Kunstgeschichte und eine Zeit lang Rechtstheorie. Neben der Arbeit daran auf halber Stelle in der Metallverarbeitung (Arbeiter). Anselm stammt mütterlicherseits aus agnostisch-jüdischer Familie. Ab 2006 war er Dramaturg u.a. am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg, wo er mit der Reihe Explosion den Kulturpalast entkernte. Gegenwärtig lebt er als Mitgründer des Haus Bartleby ausserhalb von Mitte und ist Organisator des Kapitalismustribunals. 2013 war er zusammen mit Alvaro Piña Otey Herausgeber von Das Ende der Enthaltsamkeit (The End of Austerity).

Jörg Petzold:

„Ich streike viel zu selten.“

Schauspiel- und Jodeldiplom, Hochschule für Musik, Theater und Lebenskunst Felix Mendelsohn Bartholdy Leipzig. Heute ist er Literaturpäpstin bei FluxFM in Berlin, Mitgründer des Haus Bartleby und Vater.